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Die Buchungsanfrage: Vor- und Nachteile für Ihre Ferienwohnung

Die Buchungsanfrage: Vor- und Nachteile für Ihre Ferienwohnung

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir uns mit den Vor- und Nachteilen der Sofortbuchung befasst. Jetzt ist es an der Zeit, die Münze zu wenden und auch die andere Seite zu betrachten. Hier ist also Teil zwei: die Debatte um die Buchungsanfrage!

Was ist die Buchungsanfrage?

Wenn Gäste eine Ferienwohnung buchen wollen und der Gastgeber keine Option zur Sofortbuchung hat, können Sie stattdessen eine Buchungsanfrage senden. In der Regel endet dies damit, dass der Gast dann seine Reservierung vornimmt.

Die Buchungsanfrage gibt sowohl dem Gastgeber als auch dem Gast die Chance, sich vor der endgültigen Zahlungsabwicklung der Buchung erst einmal auszutauschen. Vorausgesetzt, der Gastgeber akzeptiert die Buchungsanfrage des Gastes, wird dessen Zahlungsmethode abgerechnet und die Reservierung bestätigt.

Manche Gastgeber mögen den persönlichen Aspekt daran, Buchungsanfragen selbst zu erhalten und zu bestätigen. Andere empfinden es dagegen als überflüssig, Reservierungen für die Unterkunft über diesen Umweg anzunehmen. Werfen wir also einen Blick auf die vielen Vorteile und auch Nachteile, die diese Methode mit sich bringt.

Vorteile der Buchungsanfrage

Sie können autonom entscheiden

Viele Gastgeber ziehen die herkömmliche Buchungsanfrage vor – einfach, weil sie dadurch selbst entscheiden können, wer in ihrer Ferienwohnung zu Gast sein darf (und wer nicht). Das ist vor allem vorteilhaft, wenn Sie sowieso schon wissen, dass Ihre Unterkunft nicht für Babys oder Kleinkinder geeignet ist. Dem potenziellen Gast können Sie das dann einfach klar und deutlich mitteilen und deren Buchungsanfrage dankend ablehnen.

Außerdem fühlen Sie Ihren potenziellen Gästen ja durch die Buchungsanfrage an sich quasi schon mal auf den Zahn. Allerdings sollten Gastgeber sich an dieser Stelle dringlich daran erinnern, dass dies keine Gelegenheit für Diskriminierung ist. Buchungsportale wie Airbnb haben deswegen inzwischen schon strenge Richtlinien gegen Diskriminierung eingeführt. Dadurch wollen sie sicherstellen, dass jeder eine faire Chance bekommt, eine Unterkunft zu buchen.

Vermeiden Sie Probleme (oder kommen Sie ihnen auf die Spur)

Obwohl die meisten Fälle von FeWo-Abzocke eher von der Seite der Gastgeber kommen, gibt es auch so manche suspekte „Gäste“, die beim Buchen die Alarmglocken auslösen.

Wenn Sie Reservierungen nur auf Anfrage annehmen, haben Sie die Möglichkeit, vorher zu beurteilen, ob der Gast Ihnen später Probleme bereiten wird. Falls dessen Profil oder E-Mail z. B. angibt, woher die Person kommt und es nur 20 Minuten entfernt liegt, stellt sich die Frage: Warum will derjenige Ihre Unterkunft buchen?

Treffen Sie die nötigen Vorsichtsmaßnahmen und vergessen Sie nicht – wenn Sie bei einer Buchungsanfrage tatsächlich ein ungutes Gefühl haben, stimmt wahrscheinlich irgendetwas nicht! Bleiben Sie also lieber auf der sicheren Seite und vertrauen Sie Ihren Instinkten.

Belegen Sie Ihren Kalender wie Sie wollen

Wenn Sie jede Buchungsanfrage selbst bestätigen, können Sie nicht nur aussuchen, wer Sie besuchen darf, sondern auch wann. Angenommen Sie haben mehrere Anfragen für den gleichen zweiwöchigen Zeitraum während Ihrer Hauptsaison: eine nur für ein Wochenende, eine für eine ganze Woche und eine für 10 Tage.

Bevor Sie irgendwelche Buchungen annehmen, können Sie die Kombination berechnen, die für Sie (und Ihre Mieteinnahmen) am vorteilhaftesten ist. Dadurch vermeiden Sie ärgerlich lange Lücken zwischen den einzelnen Aufenthalten Ihrer Gäste.

Lernen Sie Ihre Gäste kennen

Buchungsanfragen sind ein persönlicherer Weg, um sich nach einer Ferienwohnung zu erkundigen. Zunächst einmal stellen sich die Interessenten durch die anfängliche Anfrage dem Gastgeber vor.

Das bietet Letzterem gleichzeitig eine großartige Chance, die interessierten Gäste alles zu fragen, was er im Voraus über sie wissen möchte (und umgekehrt genauso!).

Stellen Sie sicher, dass Gäste Ihren Regeln zustimmen

Während Sie sich vor der Buchungsbestätigung gegenseitig kennenlernen, könne Sie auch absichern, dass die potenziellen Gäste Ihre Hausordnung kennen und ihr vollständig zustimmen.

Sie haben außerdem auch die Möglichkeit Ihren Gästen, bevor sie zahlen, den FeWo Mietvertrag vorzulegen. Das ist für beide Seiten von Vorteil, weil sich dann alle gänzlich darüber im Klaren sind, was voneinander erwartet wird.

Es eignet sich besser für Einsteiger

Unerfahrene Gastgeber sollten zumindest während der ersten paar Gäste besser bei der Buchungsanfrage bleiben. Das lässt Ihnen genügend Zeit, um am Anfang auch ganz sicher alles richtig zu machen. Ihre ersten Gästebewertungen sind nämlich total ausschlaggebend und können sogar alles entscheidend für den Ruf Ihrer Ferienwohnung sein.

Stellen Sie anfangs sicher, dass nur von Ihnen persönlich angenommene Anfragen einen Aufenthalt in Ihrer Unterkunft buchen. So vermeiden Sie eventuell auftretende Probleme, während Sie sich selbst noch daran gewöhnen, Gastgeber zu sein.

Nachteile der Buchungsanfrage

Weniger Buchungen

Manche Gastgeber stellen vielleicht fest, dass es Gäste teilweise abschreckt, wenn sie lediglich eine Buchungsanfrage stellen können. Letztendlich kann es sogar dazu führen, dass sie stattdessen lieber woanders (und sofort!) buchen.

Wenn der Plan spontan ist und die Entscheidung zu verreisen impulsiv war, haben Gäste oft auch gar keine Zeit, um auf Ihre Antworten, Fragen und vor allem Ihre Buchungsbestätigung zu warten. Das könnte Ihren Buchungsquoten einen Strich durch die Rechnung machen und Sie letztendlich auf geringer Auslastung sitzen lassen.

Es gibt allerdings eine einfache Lösung, um dieses Szenario zu umgehen. Richten Sie einfach Autoresponder ein, die Ihre FAQ Antworten automatisch senden. Ansonsten können Sie Ihr Kommunikationsmanagement auch an virtuelle Assistenten in anderen Zeitzonen übertragen.

Verpasste Buchungsanfragen

Die eventuell reduzierten Buchungsquoten gehen mit diesem Punkt einher: Buchungsanfragen könnten zu insgesamt mehr verpassten Anfragen führen. Wenn Sie Ihre Ferienwohnung alleine vermieten, ist es natürlich völlig unmöglich, den ganzen Tag über wach zu bleiben, um auf Anfragen zu reagieren und sie zu bestätigen. Falls Sie sich für letzteres allerdings zu lange Zeit nehmen, werden Ihre Gäste möglicherweise woanders suchen (und buchen).

Es sei denn Sie ergreifen Maßnahmen, um das Verpassen von Buchungsanfragen zu vermeiden. Ansonsten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihre Gäste an einen anderen Gastgeber wenden, der Sofortbuchungen anbietet.

Es ist schwieriger mit den Großen mitzuhalten

Gastgeber mit einer eigenen Website haben mit Sicherheit bereits eine eigene, angepasste Marketingstrategie, um direkte Buchungen zu erzielen. Falls Sie dagegen allerdings ausschließlich auf Portalen wie FeWo-direkt oder Airbnb inserieren, bekommen Ihre Inserate möglicherweise nicht so viele Aufrufe wie Ihre Konkurrenten, die die Sofortbuchung aktiviert haben.

Inserate mit Buchungsanfragen werden generell ans untere Ende der Suchergebnisse geschoben, im Gegensatz zu den Sofortbuchungen. Es ist also zwar schön und gut, dass Sie selbst entscheiden können, wer bei Ihnen übernachtet, aber das zählt nicht viel, wenn Ihr Inserat keinerlei Besucher bekommt.

Dazu kommt, dass Gastgeber, die ausschließlich Buchungsanfragen akzeptieren, sich schwerer damit tun, den Superhost-Status bei Airbnb zu erreichen. Superhosts benötigen eine Antwortrate von 90 % oder höher und sie müssen jede Reservierung ohne Stornierung abschließen.

Jetzt wissen Sie Bescheid – das waren alle wichtigen Vor- und Nachteile die Buchungsanfrage für Ihre Ferienwohnung zu wählen. Welche Option ziehen Sie persönlich vor? Die Buchungsanfrage oder die Sofortbuchung? Lassen Sie uns einen Kommentar da!

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