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Airbnb Steuern Deutschland – Das sollten Sie als Gastgeber wissen
Einkommenssteuer Airbnb

Airbnb Steuern Deutschland – Das sollten Sie als Gastgeber wissen

Airbnb ist gerade in den vergangenen Jahren unheimlich gewachsen. Immer mehr Touristen suchen auf der benutzerfreundlichen Plattform nach einzigartigen Ferienunterkünften. Dabei scheint es weder Altersbeschränkungen noch Limits in puncto Unterkunft zu geben. Vom gemütlichen Zimmer in einem bestehenden Haushalt, über eine eigene Ferienwohnung, ein Haus oder sogar eine Villa bis hin zum gemütlichen Wohnwagen oder einem unvergesslichen Glamping – bei Airbnb gibt es die passende Unterkunft für jeden Geschmack.

Was eine Welt der Möglichkeiten für Rucksacktouristen, Familien oder anspruchsvolle Reisende eröffnet, bietet auch Vermietern schier unerschöpfliche Optionen die eigene Immobilie ins richtige Licht zu rücken.

Mit Airbnb können Sie bequem von daheim in wenigen Klicks Ihre Zimmer, Wohnung oder Ferienhäuser anbieten. Dabei werden Sie auf der Plattform spielerisch durch den Anmeldeprozess geleitet und schon ist Ihr Angebot auch für internationale Buchungen offen. Vermieten war in gewisser Weise noch nie einfacher.


Für viele Menschen bietet Airbnb daher eine attraktive und einfache Möglichkeit ein Nebeneinkommen zu erzielen. Besonders praktisch ist die kurzfristige Vermietung einer eigengenutzten Wohnung außerdem, wenn man selbst im Urlaub ist oder ein Zweitwohnsitz in ansprechender Lage besteht, der an Reisende vermietet werden kann. Und obwohl eine private Vermietung oft nicht als unternehmerische Tätigkeit eingestuft wird, kann daraus ein erheblichen Einkommen entstehen. Ist der der Fall müssen Sie Airbnb versteuern. Trotz aller Möglichkeiten und der Aussicht auf zusätzlichen Profit, sollte Sie daher weder die rechtlichen noch die steuerlichen Grundlagen außer Acht lassen, die gelten wenn Sie Airbnb Einnahmen versteuern.

Zu den rechtlichen Grundlagen zählen zum Beispiel die notwendige Zustimmung des Eigentümers gemäß  § 540 BGB oder auch das Zweckentfremdungsverbot, das in vielen deutschen Großstädten herrscht. Darüber hinaus müssen Sie bei der Vermietung über Airbnb allerdings auch berücksichtigen, welche Steuern Sie zahlen müssen und wie Sie diese abführen müssen. Dieser Artikel soll Ihnen dabei helfen einen Überblick über das Thema zu bekommen und grundlegende Fragen zu klären.

Airbnb Vermietungen

Das Wichtigste zuerst! Ein leerstehendes Zimmer kann Ihnen mit etwas Glück ein paar zusätzliche Euro einbringen. Doch Achtung, wer selber mietet, muss zunächst die ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Vermieters einholen, um ein Zimmer legal vermieten zu dürfen. In diesem Zusammenhang gilt in vielen Teilen Deutschlands das sogenannte Zweckentfremdungsverbot von vorhandenem Wohnraum. Genauere Informationen hierzu erhalten Sie jeweils beim zuständigen Bezirksamt Ihres Wohnorts.

Im Regelfall gilt jedoch, dass es gemäß § 540 des Bürgerlichen Gesetzbuches verboten ist eine Mietwohnung ohne vorherige Erlaubnis des Vermieters an Dritte zu vermieten. Für Mieter bedeutet das, dass eine ausdrückliche Erlaubnis für eine mehrmalige kurzfristige Untervermietung vorliegen muss, um legal freien Wohnraum über Plattformen wie Airbnb oder ähnliche zu vermieten und eine mögliche fristlose Kündigung nach vorheriger Abmahung zu vermeiden. Eine allgemeine im bestehenden Mietvertrag festgelegte Erlaubnis ist hierbei nicht ausreichend!

Neben individuellen Vereinbarungen mit dem Vermieter können zusätzliche öffentliche Vorschriften für Airbnb Vermietungen greifen. Insbesondere das Zweckentfremdungsverbot soll dabei verhindern, dass bestehender Wohnraum gewerblich genutzt wird und für permanente Vermietungen nicht mehr zur Verfügung steht. Dieses Verbot besteht aktuell in zahlreichen deutschen Großstädten wie Hamburg oder Berlin.

Airbnb versteuern

Darüber hinaus können allerdings auch lokal Bestimmungen gelten, die Vermietungen über Airbnb nicht oder nur teilweise erlauben. So bezieht sich eine Zweckentfremdung in Dortmund beispielsweise lediglich auf Fälle in denen mehr als 50 Prozent des Wohnraums gewerblich genutzt werden (§ 2 Absatz 2 ZwVbG). Vermieten Sie hingegen weniger als 50 Prozent Ihrer Wohnung handeln Sie vollkommen legal.

Aber auch wenn Sie bestehenden Wohnraum regelmäßig beruflich oder gewerblich nutzen oder die entsprechenden Räumlichkeiten für mehr als drei Monate leerstehen, kann eine Zweckentfremdung vorliegen.

Schließlich kann je nach Wohnort aber auch eine entsprechende Genehmigung für Vermietungen vom lokalen Bezirksamt gefordert werden. Liegt diese nicht vor, dürfen Sie Ihre Räumlichkeiten nicht an Touristen vermieten.

Hobby oder Geschäft? Muss ich meine Einnahmen aus Airbnb versteuern?

Wer ein Zimmer frei hat oder eine Wohnung in einem touristischen Gebiet besitzt, freut sich natürlich über Gäste. Anstatt leer zu stehen, können Sie sich mit den eigenen Räumlichkeiten so einen Nebenverdienst aufbauen. Viele Eigentümer sehen die gelegentliche Vermietung über Airbnb dabei jedoch lediglich als harmloses Zusatzeinkommen an und lassen das Thema Steuern völlig außer Acht. Trotzdem fällt für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Deutschland grundsätzlich die Einkommenssteuer an. Und das schließt auch die private Vermietung über Portale wie Airbnb oder 9flats mit ein. Im Detail greifen hier meist die Paragraphen § 21 EStG und § 15 EStG. Ob Sie jedoch Airbnb Steuern zahlen müssen, muss meist individuell geklärt werden. Grundsätzlich fällt jedoch eine Airbnb Steuer an, wenn Sie über dieses oder andere Vermietungsportale Einkünfte aus Vermietungen und angebotenen Dienstleistungen erzielen.

Airbnb einnahmen versteuern

Allein 2019 wurden über Airbnb nicht weniger als 160.000 Unterkünfte angeboten. Wer etwas recherchiert und sich lediglich die Übernachtungspreise in deutschen Großstädten wie Berlin oder München ansieht, die jährlich tausende von Reisenden und Touristen anziehen, wird schnell deutlich, welche Verdienstmöglichkeiten Airbnb auch für gelegentliche Vermietungen bietet. Ob Zimmer, Wohnung, Haus, Zelt im Garten oder Wohnwagen – sobald Sie regelmäßig eine bezahlte Unterkunft anbieten und aus dieser Aktivität Gewinne erzielen, müssen Sie auch Airbnb Einnahmen versteuern.

Wichtig ist dabei stets zu beachten, dass Gastgeber und Vermieter je nach Standort der eigenen Ferienimmobilie unterschiedliche Steuern entrichten müssen. Dies ist im lokal geltenden Steuerrecht beschlossen. In der Bundesrepublik Deutschland müssen Vermieter unter Umständen eine Einkommenssteuer oder Mehrwertsteuer entrichten.

Airbnb steuerlich absetzen – ist das möglich?

Grundsätzlich gilt für die Airbnb Steuererklärung: Nicht die Einnahmen der Vermietung werden versteuert, sondern nur die Gewinne. Ziel ist es hierbei lediglich eine vorliegende gesteigerte Leistungsfähigkeit zu besteuern. Kurz gesagt, erst sobald ein tatsächlicher Gewinn vorliegt, der aus Aktivitäten wie Vermietungen oder angebotenen Dienstleistungen erwirtschaftet wurde, fallen auch Airbnb Steuern an.

Doch wie werden die Gewinne ermittelt? Um Gewinne zu ermitteln, werden von den Einnahmen alle Ausgaben abgezogen, die ein Vermieter üblicherweise hat. Ausgaben, die bei der Airbnb Steuererklärung geltend gemacht werden können, müssen dabei in direkter Beziehung mit den über Airbnb erwirtschafteten Einkünften stehen. Dies bezeichnet man auch als Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Hierzu zählen unter anderem:

  • Anteilige Wohnungsmiete*
  • Anteilige Nebenkosten* (Heizung, Wasser, Gas)
  • anfallende Gebühren für Inserate oder Werbung
  • Reinigungskosten
  • Anschaffungen für Gäste
  • Reparatur- und Instandhaltungskosten
  • Airbnb Gebühren

*es sei denn die komplette Wohnung wird an Gäste vermietet

Das bedeutet: Je höher die Werbungskosten, desto geringer ist das zu versteuernde Einkommen. Es lohnt sich also alle anfallenden Kosten durch die Steuererklärung abzusetzen. Diese müssen Sie auf Nachfrage des Finanzamtes aber auch nachweisen können. Heben Sie daher alle notwendigen Belege inklusive Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung auf und begleichen Sie Rechnungen für Reinigungen und Reparaturen per Banküberweisung, statt per Barzahlung, um Werbungskosten aufzuzeigen und bei der Steuererklärung geltend zu machen.

Doch Achtung: Nicht alle Airbnb-Vermieter müssen Steuern zahlen. Sie sind nur dann steuerpflichtig, wenn Ihr gesamtes zu versteuerndes Einkommen (inklusive Lohn und Mieteinnahmen) über dem Grundfreibetrag liegt.

Airbnb steuerliche Behandlung Grundfreibetrag

In Deutschland können sowohl ledige als auch verheiratete Unternehmer vom sogenannten Grundfreibetrag Gebrauch machen. Das bedeutet, dass Sie gegebenenfalls auch dann nicht Airbnb Steuern zahlen müssen, wenn Sie aus Ihrer Vermietungsaktivität tatsächlich Gewinne erwirtschaftet haben. Wie funktioniert das genau?

Um in Deutschland die eigene allgemeine Lebensführung zu finanzieren, benötigen Sie ein gewisses Budget. Dieses wird innerhalb der Bundesrepublik nicht besteuert, sodass lediglich die Airbnb Einnahmen steuerpflichtig sind, die (zusammen mit Ihrem regelmäßigen Gehalt) einen fixen Betrag übersteigen. Die Rede ist vom Grundfreibetrag.

Airbnb steuer

Liegt Ihr Einkommen also über dem für Sie geltenden Grundfreibetrag, ist eine Airbnb Vermietung Steuer fällig. Für das Jahr 2021 entspricht dieser Betrag 9.744 Euro für Ledige und 19.488 Euro für Verheiratete.

Rechenbeispiel: Airbnb Einnahmen Steuer

Stellen Sie sich nun einmal vor Sie vermieten ihre Wohnung innerhalb eines Jahres 21 Tage lang und erwirtschaften dabei Einnahmen von insgesamt 1.000 Euro. Gleichzeitig fallen für die gleiche Wohnung jährlich Nebenkosten, Miete, etc. von 13.200 Euro an.

Das bedeutet:

13.200 Euro Kosten / 365 Tage (Kalenderjahr) x 21 Tage (Mietzeitraum) = 759 Euro Werbungskosten. Von Ihren 1.000 Euro Mieteinnahmen können Sie also 759 Euro als Werbungskosten abziehen. Damit bleiben Ihnen lediglich 241 Euro, die Sie gesetzlich versteuern müssen. Haben Sie zeitgleich Ihren Grundfreibetrag noch nicht überschritten, müssen Sie unterdessen keine Airbnb Steuern entrichten.

Einnahmen Airbnb Steuer – kurzfristige Vermietung

Für Vermieter, die nur einen Teil ihrer Wohnung oder ihrer Hauses anbieten, welches sie selbst nutzen, hat das Bundesfinanzministerium eine besondere Freigrenze festgelegt. Sie werden erst dann steuerpflichtig, wenn Sie über 520 Euro Miete im Kalenderjahr einnehmen. Wer hingegen weniger als 520 Euro Mieteinnahmen pro Jahr dazu verdient, muss keine Airbnb Steuererklärung abgeben.

Sollte das auf Sie zutreffen, müssen Sie die Mieteinnahmen also nicht in der Steuererklärung angeben. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass Sie in diesem Fall keine Werbungskosten absetzen können.

Doch schon ab Mieteinnahmen von nur 521 Euro in einem Kalenderjahr fallen Steuern (Airbnb) an. Wie hoch diese im Einzelfall sind, hängt unter anderem von den geltend gemachten Werbungskosten ab.

Airbnb Versteuerung – Das sollten Sie hinsichtlich Airbnb Steuern Deutschland beachten

Falls Sie aufgrund Ihres Angebots oder Ihrer Einnahmen Airbnb Steuern zahlen müssen, sollten Sie Ihre Gäste noch vor einer möglichen Buchung im Detail über den genauen Steuerbetrag informieren, der anfällt.

Bei Buchungen über Airbnb haben Vermieter an vielen Standorten die Möglichkeit die angebotene Funktion für die Berechnung und Abführung einer Belegungssteuer zu nutzen. Und auch als professioneller Gastgeber profitieren Sie bei Airbnb über diverse hilfreiche Tools, die Ihnen bei der korrekten Vermietung Ihrer Immobilien helfen. Wer also seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und die entsprechenden Steuerdaten in Bezug auf eine touristisch genutzte Immobilie bei Airbnb angibt, kann die anfallenden Airbnb Steuern direkt einziehen. Alternativ kann die Belegungssteuer aber auch manuell eingezogen werden, sodass Sie korrekt Airbnb Einnahmen versteuern können.

Fällt für die Vermietung über Airbnb Umsatzsteuer an?

Und auch wer innerhalb der Europäischen Union, in Lateinamerika oder China lebt und Ferienunterkünfte an Gäste vermietet, muss höchstwahrscheinlich die gesetzliche Mehrwertsteuer auf die angebotenen Dienstleistungen erheben. Dies betrifft ebenfalls elektronisch erbrachte Dienstleistungen.

Die Umsatzsteuer fällt im Allgemeinen jedoch nur dann an, wenn die Mieterträge besonders hoch sind. Solange Ihre Einnahmen aus der Vermietung über Airbnb (und anderweitiger Geschäfte) unter 22.000 Euro im Vorjahr und 50.000 Euro im laufenden Jahr liegen, zählen Sie laut § 19 (UStG) als Kleinunternehmer. In diesem Fall sind Sie nicht umsatzsteuerpflichtig – gemeldet werden müssen die Einnahmen aber trotzdem.

Sollten Sie diese Grenze überschreiten und umsatzsteuerpflichtig werden, so fällt für kurzfristige Vermietungen statt 19 %, ein ermäßigter Steuersatz von 7 % an. Zudem kann es sich für Sie aber auch lohnen freiwillig eine Umsatzsteuer zu entrichten. In diesem Fall können Sie eine Vorsteuer abziehen. Auch in diesem Fall lohnt sich die Rücksprache mit einem erfahrenen Steuerberater, um geltende Bestimmungen berücksichtigen und entsprechend umsetzen zu können.

Einnahmen Airbnb Steuer – ab wann wird Gewerbesteuer fällig?

In den meisten Fällen werden über Plattformen wie Airbnb private Unterkünfte angeboten. Somit werden hier kaum gewerbliche Einkünfte erzielt. Doch was passiert, wenn Sie plötzlich zusätzliche Leistungen anbieten? Schon wer seinen Gästen ein Frühstück anbietet, mit regelmäßigem Zimmerservice lockt oder seinen Gästen rund um die Uhr für Rückfragen zur Verfügung steht, bietet laut Gesetzgeber meist steuerpflichtige Sonderleistungen an. Zeitgleich fällt das Bereitstellen von Handtüchern oder frischer Bettwäsche jedoch nicht unter Sonderleistungen.

Somit gibt es auch aktuell noch Raum für Unklarheiten. Ob es sich bei angebotenen Leistungen also um unübliche Sonderleistungen handelt, für die eine Gewerbesteuer entrichtet werden muss, muss im Einzelfall entschieden werden. Auch hier empfiehlt sich die Rücksprache mit einem kompetenten Steuerberater.

Des Weiteren kann allerdings auch eine Gewerbesteuer fällig werden, wenn Sie ähnlich wie ein Hotelbetrieb funktionieren. Benötigen Sie für die Vermietung Ihrer Zimmer, Wohnung oder Immobilie also eine unternehmerische Organisation, müssen Sie im Allgemeinen Gewerbesteuer entrichten. Auch in diesem Fall gibt es jedoch Freibeträge, die genutzt werden können. Für Einzelunternehmer und Personengesellschaften gilt aktuell ein Freibetrag von 24.500 Euro pro Kalenderjahr.

Wie gebe ich die Steuern in der Steuererklärung an?

Um Ihre Gewinne aus der Vermietung richtig zu versteuern, tragen Sie alle Einkünfte und Werbungskosten in die Anlage V, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, der Steuererklärung ein.

Neben den allgemeinen Informationen, wie Adresse sowie Datum der Anschaffung oder Fertigstellung, geben Sie an, ob die Wohnung ganz oder nur teilweise vermietet wurde. Sollten Sie nur einen Teil Ihres Wohnraums an Airbnb Gäste vermietet habe, geben Sie hier außerdem an, wie viel Quadratmeter zur Verfügung gestellt oder selbst bewohnt wurden.

Was passiert, wenn ich dem Finanzamt die Steuern nicht erkläre?

Sollten Sie Ihre Mieteinnahmen nicht melden und trotz Steuerpflicht die Steuern gar nicht oder nicht rechtzeitig abführen, kann der Fiskus Ihnen schnell auf die Schliche kommen. Sie machen sich nämlich der leichtfertigen Steuerverkürzung, wenn nicht sogar der vorsätzlichen Steuerhinterziehung nach § 370 AO (Abgabenordnung) schuldig.

Eine Ausnahme stellt hier lediglich die sogenannte Liebhaberei dar. Diese greift, wenn das Finanzamt in Ihrer Vermietung beispielsweise keinerlei Gewinnerzielungsabsichten sieht. In diesem Fall werden alle erzielten Gewinne oder eingebußten Verluste steuerlich irrelevant, sodass sie in einer Airbnb Steuererklärung nicht angegeben werden müssen. Handelt es sich bei Ihrer Aktivität jedoch nachweislich nicht um eine Liebelei, müssen Sie die gesetzlichen Airbnb Steuern Deutschland entrichten!

Es kann gegen Sie ein Steuerstrafverfahren eingeleitet werden, das neben einer Steuernachzahlung außerdem eine Geldstrafe mit sich bringt. In Extremfällen kann es sogar zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung kommen. Hierfür müsste der Schaden aber mindestens 50.000 Euro betragen.

Unwissenheit schützt Sie hier auch vor der Strafe nicht! Aus diesem Grund sollten Sie, falls notwendig, alte Steuererklärungen berichtigen und Ihre Mieteinkünfte nachträglich erklären. In diesem Fall müssen Sie nur eine Steuernachzahlung inklusive Verzugszinsen tätigen. Sollte das Finanzamt selbst auf die unbezahlten Steuern aufmerksam geworden sein, ist es für eine Nachzahlung oder eine Selbstanzeige zu spät.

Auch eine Verjährung kann Sie nicht vor der Strafe retten. Bei Steuerhinterziehung tritt diese nämlich erst nach elf Jahren ein. Da es Airbnb erst seit 2008 gibt, ist es also unwahrscheinlich, dass jemand bereits in den Zeitraum der Verjährung fällt.

Behörden gegen Airbnb Steuerhinterziehung

Wer Airbnb Steuern umgehen will, begeht eine rechtliche Straftat. Und wer denkt, dass es schwierig ist die Steuerhinterziehung aufzudecken, irrt sich. Schon 2018 haben die deutschen Finanzbehörden eine Gruppenanfrage in Irland (wo sich der Hauptsitz von Airbnb befindet) gestellt. Das bedeutet, dass sie die Namen aller deutschen Airbnb-Anbieter angefordert haben. Die genauen Folgen dieser Anfrage sind zwar nicht bekannt. Es ist aber gewiss, dass es den Behörden ohne weiteres möglich ist, zu überprüfen, welche Vermieter ihre Einnahmen nicht richtig versteuert haben.

Und auch 2020 berichtete das Handelsblatt darüber, dass die Steuerfahndung Hamburg detaillierte Daten von deutschen Vermietern von Airbnb erhalten hatte, die noch im gleichen Jahr an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden sollten.

Generell gilt für Sie: Wenn Sie unsicher sind, ob und welche Steuern Sie bei der privaten Vermietung über Airbnb erklären müssen, wenden Sie sich an einen Experten für Steuerrecht. Lassen Sie sich im Detail beraten und vermeiden Sie Ärgernisse, Geld- oder Freiheitsstrafen.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel dabei hilft ein allgemeines Verständnis über die notwendigen Airbnb Steuern zu erlangen. Nutzen Sie gerne unsere Rechnungsvorlage, um einen besseren Überblick Ihrer Einnahmen zu bewahren. Und profitieren Sie von unserem Buchungssystem für Ferienwohnungen, um Ihre Immobilien spielend zu verwalten.


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