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Darauf sollten Sie bei der Kaution für Ihre Ferienwohnung achten

Darauf sollten Sie bei der Kaution für Ihre Ferienwohnung achten

Bei der Vermietung von Ferienwohnungen vertrauen Sie Ihr Eigentum, womöglich sogar Ihr eigenes Zuhause, jemandem an, den Sie nicht kennen. Da ist es verständlich, dass Sie sich als Vermieter absichern möchten.


Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel Versicherungen, festgelegte Hausregeln oder auch das Verlangen einer Mietkaution. Die Kaution für Ferienwohnungen stellt eine Art Garantie dar: Der Gast zahlt die Kaution vor seiner Anreise und erhält Sie nach dem Aufenthalt zurück, wenn er die Unterkunft unbeschädigt verlässt.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen welche Vorteile eine Mietkaution für Ihre Ferienwohnung bringt und was Sie dabei beachten sollten.

Die Vorteile einer Mietkaution für Ferienwohnungen

Für Sie als Vermieter hat es natürlich einige Vorteile, eine Mietkaution zu verlangen. Diese bietet für Sie und Ihre Unterkunft Sicherheit, vor allem weil Gäste meist von weither angereist kommen, teilweise sogar aus dem Ausland.

Wenn sie also einen Schaden verursachen, diesen nicht melden und ohne dafür bezahlt zu haben abreisen, bleiben Sie als FeWo Vermieter auf den Kosten sitzen und es ist für Sie schwierig, die Gäste im Nachhinein noch zu erreichen.

Auf der anderen Seite verstärkt die Mietkaution das Verantwortungsbewusstsein der Gäste in Bezug auf den Umgang mit der Unterkunft und der Einrichtung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sorgsamer mit Ihrem Eigentum umgehen und Schäden so vermieden oder minimiert werden.

Das wiederum führt dazu, dass Sie zwischen der Abreise Ihrer Gäste weniger Zeit und Arbeit aufwenden müssen, um Ihre Unterkunft für die Ankunft der nächsten Gäste vorzubereiten.

Außerdem sorgt eine Mietkaution dafür, dass Sie nicht in Vorleistung gehen müssen, sollten Reparaturen notwendig werden. Wenn Sie beispielsweise einen Handwerker oder einen Schlüsseldienst beauftragen müssen, können Sie die Kosten von der Kaution abziehen und haben ein geringeres finanzielles Risiko.

Was Sie bei FeWo Mietkautionen tun sollten

Gute FeWo Mietkaution.

1. Stellen Sie eine klare Hausordnung auf

Schadensbegrenzung fängt mit einer ausführlichen FeWo Hausordnung an, die Gästen eindeutig klarmacht, wie sie sich in der Unterkunft verhalten dürfen und was verboten ist.

Es ist wichtig, dass Sie in Ihrer Hausordnung all diese Regeln klar aufzählen und ganz genau erklären, was Sie von Ihren Gästen erwarten. Das verhindert, dass Ihre Ausstattung unsachgemäß verwendet wird (z.B. Verrücken von Möbeln) und beugt Schäden vor.

Gehen Sie auch auf die Bedingungen der Mietkaution ein: Aus welchem Grund erheben Sie überhaupt eine Kaution? Bei welchen vorliegenden Schäden verliert der Gast den Anspruch auf Rückzahlung? Wann und wie werden Sie dem Gast die Kaution zurückerstatten?

2. Halten Sie alles im Mietvertrag fest

Darüber hinaus sollten Sie alle Bedingungen der Mietkaution in dem Mietvertrag Ihrer Ferienwohnung festhalten. Nehmen Sie am besten einen Abschnitt mit auf, in welchem Sie die Höhe der Kaution festhalten und den Zeitraum, wann die Rückzahlung erfolgt.

So wissen beide Seiten – Vermieter und Gast – auf was genau sie sich einigen.

3. Berechnen Sie die richtige Kautionshöhe

Beim Festlegen der Kautionshöhe haben Sie generell zwei verschiedene Optionen.

Viele Vermieter berechnen einen Festpreis als Kaution für die Ferienwohnung. Dieser Betrag bleibt, unabhängig von der Länge des Aufenthalts, immer derselbe und wird oft daran festgemacht, wie teuer und hochwertig die Ausstattung der Unterkunft ist. Häufig liegt die Mietkaution hier zwischen 100 und 250 Euro.

Andere wiederum setzen stattdessen einen Prozentsatz fest (z. B. 10 % des Gesamtpreises). Je nach Buchungszeitraum und Aufenthaltsdauer ergibt sich dadurch ein höherer oder niedrigerer Kautionsbetrag.

Beachten Sie dabei allerdings, dass die Höhe der Mietkaution nicht den Wert von drei Monatsmieten (ohne Nebenkosten) überschreiten darf. Außerdem kann eine zu hoch angesetzte Kaution potenzielle Gäste von der Buchung abhalten.

4. Überlegen Sie sich, wie die Kaution eingezogen und erstattet wird

Sie könnten die Kaution natürlich einfach jedes Mal bei Ankunft der Gäste bar annehmen. Allerdings ist diese Option ziemlich unpraktisch für diejenigen, die Ihre Gäste nicht persönlich empfangen oder die Schlüsselübergabe automatisiert haben.

Für Sie kann es also eine bessere Variante sein, wenn Ihre Gäste die Mietkaution einfach gleich mit bei der Buchung zahlen.

Rechtlich gesehen, müssen Sie als Vermieter die Kaution Ihrer Gäste „gewinnbringend” anlegen. Das bedeutet, dass Sie die Summe auf einem Konto anlegen müssen und angefallene Zinsen bei der Rückzahlung der Kaution ebenfalls dem Gast geben müssen.

Eine Option hierfür ist die Einzahlung auf ein Kautionskonto. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem Kreditinstitut, nach der besten Möglichkeit.

5. Dokumentieren und wickeln Sie die Bezahlung direkt ab

Ganz egal, welche Zahlungsmethode Sie letztendlich wählen, sorgen Sie dafür, dass die Mietkaution stets sorgfältig in der Rechnung der Buchung mit aufgeführt ist.

Dies gewährleistet, dass der Zahlungsvorgang richtig dokumentiert wird, was vor allem bei Barzahlungen unerlässlich ist. Achten Sie außerdem darauf, die Bezahlung der Kaution so zügig wie möglich abzuwickeln.

So stellen Sie schnell sicher, dass der Scheck korrekt ausgestellt oder Bankinformationen wie die IBAN richtig angegeben wurden. Im Zweifelsfall, lassen Sie sich die Details lieber nochmal erneut bestätigen.

6. Erstellen Sie eine Inventarliste

Um festzustellen, ob Ihre Gäste sorgsam mit Ihrer Unterkunft und der Einrichtung umgegangen sind, oder um sicherzugehen, dass nichts aus der Ferienwohnung entwendet wurde, sollten Sie unbedingt eine Inventarliste erstellen.

Diese gehen Sie immer vor und nach dem Aufenthalt der Gäste durch und notieren den Zustand des Inventars. Sollte etwas beschädigt worden sein, sehen Sie es also sofort und können die nötigen Maßnahmen ergreifen.

Gehen Sie vor dem Aufenthalt mit dem Gast alle Gegenstände der Liste durch und lassen Sie die Richtigkeit der Angaben durch eine Unterschrift des Gastes bestätigen. Da Sie im Zweifelsfall nachweisen müssen, dass der Schaden nicht schon vorher vorhanden war, ist dies die beste Lösung, um sich abzusichern.

7. Denken Sie daran Fotos zu machen

Dieser Punkt knüpft an den vorherigen an. Falls Sie sich ganz sicher sind, dass Ihr Gast oder Ihre Gäste einen Schaden verursacht haben, denken Sie daran diesen fotografisch festzuhalten.

Foto- und Videomaterial als Beweis ist gerade dann wichtig, wenn Ihr Gast den Schaden selbst leugnet.

Sie können zum Beispiel Ihr Reinigungspersonal darum bitten ein Foto zu machen, sobald diese einen Schaden oder ein Problem festgestellt haben. Oder Sie nehmen die Fotos selbst auf, wenn Sie unmittelbar nach der Abreise des Gastes Mängel entdecken.

8. Seien Sie ehrlich in Bezug auf bestehende Mängel (und beheben Sie sie!)

Es kann natürlich vorkommen, dass Ihre Ferienwohnung beschädigt wurde und Sie es nicht rechtzeitig schaffen, diesen Schaden vor dem nächsten Check-In zu beheben.

Seien Sie in so einem Fall immer ehrlich zu Ihren neuen Gästen. Sagen Sie ihnen vor Ankunft was passiert ist und bieten Sie ihnen etwas im Gegenzug an, wie z.B. eine Flasche Wein oder einen Gutschein für einen Restaurantbesuch.

Ansonsten kann es sein, dass Ihre neuen Gäste die Sorge haben werden, dass ihnen der Schaden angehängt wird. Gehen Sie also gemeinsam Inventarliste durch und notieren Sie unbedingt, dass der Schaden bereits vorhanden war.

9. Geben Sie Ihren Gästen einen zeitlichen Rahmen für die Zahlung der Kaution

Geben Sie Ihren Gästen die nötige Zeit, um die Kaution zu bezahlen. Für Scheckzahlungen, Einzugsermächtigungen und Überweisungen sollten Sie 2 bis 5 Werktage einplanen.

Bei Zahlungen per Kreditkarten, PayPal oder anderen Online-Zahlungsmethoden sollten dagegen 24 bis 48 Stunden ausreichend sein.

Sie können die Zahlung der Kaution entweder kurz vor der Anreise (z.B. bis 14 Tage vorher) verlangen oder direkt am Tag der Ankunft, per Barzahlung.

Was Sie bei FeWo Mietkautionen lieber sein lassen sollten

1. Vergessen Sie nicht die Mietkaution zu erstatten

Denken Sie daran, die Kaution wieder zurückzuzahlen, ansonsten liegen Ihre Chancen auf eine positive Gästebewertung leider gleich bei null.

Höchstwahrscheinlich wird eher das Gegenteil der Fall sein und Sie werden sich darauf gefasst machen müssen, auf eine überaus negative Bewertung zu reagieren.

Lesen Sie je nach Land, in dem sich Ihre Ferienwohnung befindet nach, wie viel Zeit Sie haben, um die Mietkaution zurückzuerstatten. Normalerweise liegt diese Frist zwischen 14 und 45 Tagen.

Vergessen Sie außerdem nicht, dass es in jedem Falle illegal ist, eine Kaution ohne triftigen Grund einzubehalten.

2. Sehen Sie die Kaution nicht als zusätzliches Einkommen an

Dass die Kaution einzig und allein dem Zweck dient, durch Schäden verursachte Reparaturkosten zu decken, sollte sich von selbst verstehen.

Als Vermieter einer Ferienwohnung dürfen Sie dies nicht ausnutzen und die Kaution unrechtmäßig als zusätzliches Einkommen zweckentfremden.

Leicht zerbrechliche Dinge, wie Gläser oder Teller, können auch in einer Ferienwohnung schnell mal kaputtgehen. Es ist aber nicht notwendig, Ihre Gäste für die Ersetzung zu bestrafen und ihnen eine überflüssig hohe Rechnung aufzudrücken.

3. Behalten Sie die Kaution nicht ohne weiteres ein

Als FeWo Vermieter sind Sie dazu verpflichtet, Ihren Gästen die Kaution bei Abfahrt oder kurz danach zu erstatten.

Für jede Reparatur, die nach dem Besuch Ihrer Gäste notwendig ist, um die Ferienwohnung wieder in die alte Form zu bringen, benötigen Sie eine Rechnung oder einen anderweitigen Beleg.

Ohne Beleg gibt es auch keinen Schadensbeweis und Ihren Gästen können Sie dann ganz gewiss nichts in Rechnung stellen. Lassen Sie also immer alles mit rechten Dingen zugehen und nutzen Sie das Vertrauen Ihrer Gäste nicht aus.

4. Behalten Sie die Kaution nicht für normale Gebrauchsspuren

Es ist selbstverständlich, dass Ihre Ferienwohnung und Möbel mit einer steigenden Anzahl von Gästen der Zeit abgenutzt werden.

Für diese gewöhnlichen Gebrauchsspuren ist die Mietkaution aber nicht vorgesehen. Sie dürfen Teile der Kaution nur einbehalten, wenn wirkliche Schäden entstanden sind, wie zum Beispiel zerstörte Möbel, defekte Elektrogeräte oder wenn nach der Abreise der Gäste wegen starker Verschmutzung eine intensive Reinigung notwendig ist.

5. Verzweifeln Sie nicht, wenn die Kaution den Schaden nicht deckt

In dem meisten Fällen wird nichts passieren, aber bei manchen Vermietungen kommt es doch zu Problemen und ganz selten entsteht daraus sogar eine sogenannte Airbnb Horror-Geschichten.

Im allerschlimmsten Fall, ist der Schaden so hoch, dass die Kaution die anfallenden Kosten nicht mehr deckt. Aber versuchen Sie sich in dieser Situation nicht stressen zu lassen – Sie haben nämlich noch ein paar weitere Optionen.

Zunächst einmal sollten Sie den Gast kontaktieren und selbst mit demjenigen sprechen. In einem persönlichen Gespräch lösen sich solche Probleme oft einfacher auf, als erwartet. Besonders, wenn der Gast den Schaden selbst gemeldet und Sie eigenständig darauf angesprochen hat.

Falls ein Gespräch erfolglos ist und beide Seiten zu keiner Einigung untereinander kommen, können Sie noch einen Schritt weitergehen. In einer solchen Situation ist es eventuell unumgänglich, dass Sie sich an einen Anwalt wenden, um die Angelegenheit fair zu klären.

Bei dieser Entscheidung sollten Sie aber auch wieder die Kosten im Blick haben. Nicht, dass Sie im Endeffekt zusätzlich zum Schaden noch mehr draufzahlen müssen.

Abgesehen davon ist es auch ratsam zusätzliche Versicherungen abzuschließen, wie z.B. die Hausratsversicherung. So können Sie entspannter bleiben, selbst wenn der Schaden die Höhe der Kaution übersteigt.

Das Fazit

Eine Mietkaution für die Ferienwohnung ist die wohl effektivste Methode, um sich vor Schäden zu schützen und den Erhalt Ihrer Ausstattung abzusichern.

Dadurch haben Sie ein ruhiges Gewissen, da eventuell entstehende Schäden auch schnell wieder beglichen werden können.

Eine Kaution mag zwar einige Urlauber vom Buchen abhalten, aber auf lange Sicht trägt die Kaution gewiss zur Sicherheit Ihrer Ferienwohnung bei. Dubiose Gäste werden so auch gleich zu anfangs aussortiert.

Denken Sie daran, Ihren Gästen vor Reiseantritt alles rund um die Kaution und die Hausregeln klar und deutlich zu erläutern. Versichern Sie ihnen außerdem, dass die Mietkaution auch direkt zurückerstattet wird, wenn alles glatt läuft.

So sollten Ihre Gäste kein Problem damit haben, dass Sie die Kaution für die Dauer des Aufenthalts einfordern.


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