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Wie steht es bei Ihnen um die Mietkaution? Fordern Sie eine Kaution ein oder verzichten Sie auf diese und vertrauen darauf, dass Ihre Gäste ehrlich sein werden und keine Probleme entstehen werden?

Vieles spricht für eine Kaution: Sie können den Betrag ganz individuell je nach Ausstattung Ihrer Ferienwohnung festsetzen, die Regeln klar in Ihrer Hausordnung niederschreiben und auch Ihre Gäste werden möglicherweise besser auf Ihre Wohnung aufpassen, wenn sie vorher eine Kaution gezahlt haben.

In diesem Artikel möchten wir die Tipps und Ratschläge, die wir in den letzten Jahren von unseren FeWo Vermietern gehört haben, mit Ihnen teilen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie Was Sie tun und lieber lassen sollten, wenn es um die Kaution für eine Ferienwohnung geht:

Was Sie tun sollten:

Berechnen Sie die Kaution in Bezug auf Ihre Preise

Die meisten FeWo Vermieter berechnen entweder einen Festpreis (z.B. 250 Euro) für die Kaution oder setzen einen Prozentsatz fest, der je nach Buchungszeitraum und Aufenthaltsdauer einen anderen Kautionsbetrag ergibt (z.B. 10% des Gesamtpreises). Falls Sie mit beiden Ideen spielen, sollten Sie immer den Betrag wählen, der höher ausfällt.

Denken Sie darüber nach, wie die Kaution einbehalten und erstatten wird

Falls Sie nicht vorhaben, die Kaution bei Ankunft in Bargeld anzunehmen, sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie Sie die Mietkaution einbehalten und auch wieder zurück erstatten können, ohne dass dies zu teuer wird. Fragen Sie bei Ihrem Kreditkarten-Zahlungs Betreiber nach oder überlegen Sie sich eine Alternative wie z.B. eine Überweisung oder eine einmalige Einzugsermächtigung.

Stellen Sie eine klare Hausordnung auf

Es ist wichtig, dass Sie in Ihrer Hausordnung alle Regeln klar aufzählen und ganz genau erklären, was Sie von Ihren Gästen erwarten. Warum behalten Sie eine Kaution ein? Wann und wie werden Sie die Kaution zurück erstatten? Hier gilt ‘je mehr Details, desto besser’ – Kommunizieren Sie Ihren Gästen also klar, wie Ihre Ferienwohnung bei Check-Out auszusehen hat.

Wickeln Sie die Bezahlung direkt ab

Ganz egal, welche Bezahl Methode Sie letztendlich wählen, achten Sie darauf die Bezahlung der Kaution so schnell wie möglich abzuwickeln. So stellen Sie schnell sicher, dass der Scheck korrekt ist oder dass die Bankinformationen wie IBAN korrekt angegeben wurden. Im Falle eines Zweifels, lassen Sie sich die Buchung lieber erneut bestätigen.

Pflegen Sie eine gute Beziehung zum Reinigungspersonal

Manchmal sagen Gäste nicht die ganze Wahrheit und vergessen kleinere Schäden anzugeben oder spielen diese herunter. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie eine gute Beziehung zu Ihrem Reinigungspersonal pflegen. Sie können nach jedem Check-Out ein kurzes Inventar Ihrer Ferienwohnung machen und so sicherstellen, dass nichts kaputt gegangen ist und alles an seinem Platz ist.

Seien Sie ehrlich in Bezug auf bestehende Mängel (und beheben Sie sie!)

Falls Ihre Ferienwohnung beschädigt wurde und Sie es nicht rechtzeitig schaffen, diesen Schaden vor dem nächsten Check-In zu beheben, so seien Sie ehrlich zu Ihren neuen Gästen. Sagen Sie ihnen vor Ankunft was passiert ist und bieten Sie ihnen etwas im Gegenzug an: Eine gute Flasche Wein, ein gut gefüllter Kühlschrank oder ein Gutschein für ein Restaurantbesuch. Denken Sie aber daran, Ihre Ausgaben klar zu notieren, Rechnungen oder Kassenbelege aufzubewahren und diese Kosten von der Kaution (der Mieter, die den Schaden verursacht haben) abzuziehen.

Damit Sie die Kaution in diesem Sinne nutzen können müssen Sie das klar in Ihre Hausordnung schreiben und den Mietvertrag unterschreiben und auch von Ihren Gästen unterschreiben lassen.

Geben Sie Ihren Gästen Zeit die Kaution zu zahlen

Geben Sie Ihren Gästen die nötige Zeit die Kaution zu bezahlen: Für Scheckzahlungen, Einzugsermächtigungen und Überweisungen sollten Sie 2 bis 5 Werktage einplanen, bei Zahlungen per Kreditkarten, PayPal oder anderen online Zahl-Methoden sollten 24 bis 48 Stunden ausreichend sein.

Was Sie lieber sein lassen sollten:

Vergessen Sie nicht die Mietkaution zu erstatten

Vergessen Sie nicht die Kaution zurück zu zahlen. Falls Sie positive Bewertungen von Ihren Gästen erwarten, müssen Sie auch Ihren Part spielen. Lesen Sie je nach Land, in dem sich Ihre Ferienwohnung befindet nach, wie viel Zeit (normalerweise zwischen 14 und 45 Tagen) Sie haben, um die Mietkaution zurück zu erstatten und vergessen Sie nicht, dass es in jedem Falle illegal ist eine Kaution ohne Grund einzubehalten.

Sehen Sie die Kaution nicht als Einkommen an

Eine Kaution ist eine Kaution und ist dazu da, im Falle eines Schadens die Reparaturkosten begleichen zu können. Als FeWo Vermieter sollten Sie hier nicht versuchen, die Kaution anders zu interpretieren und diese als Einkommen zu sehen. In einer Ferienwohnung können Gläser oder Teller leicht kaputt gehen, es ist aber nicht notwendig, Ihre Gäste hierfür mit einer hohen Kaution Belastung zu bestrafen.

Behalten Sie die Kaution nicht einfach so ein

Als FeWo Vermieter sind Sie dazu verpflichtet, Ihren Gästen die Kaution bei Abfahrt oder kurz danach zu erstatten. Für jede Reparatur, die nach dem Besuch Ihrer Gäste notwendig ist, um die Ferienwohnung wieder in die alte Form zu bringen, benötigen Sie eine Rechnung oder einen anderweitigen Beleg. Falls es keinen Beleg gibt, gibt es auch keinen Schaden. Nutzen Sie Ihre Gäste nicht aus.

Denken Sie daran Fotos zu machen

Falls Sie der Überzeugung sind, dass Ihr Gast oder Ihre Gäste einen Schaden verursacht haben, denken Sie daran diesen fotografisch festzuhalten. Foto- und Videomaterial ist gerade dann wichtig, wenn Ihr Gast den Schaden leugnet. Geben Sie Ihrem Reinigungspersonal z.B. eine Digitalkamera, um so Probleme schnell festhalten zu können.

Lassen Sie sich nicht stressen, wenn doch ein Schaden entsteht

In dem meisten Fällen wird nichts passieren, aber bei manchen Vermietungen kommt es doch zu Problemen und manchmal kommt es sogar zu Airbnb Horror Geschichten. Im schlimmsten aller Fälle, ist der Schaden so hoch, dass die Kaution ihn nicht annähernd deckt. Aber versuchen Sie sich nicht stressen zu lassen, denn es gibt dennoch ein paar Optionen für Sie.

Als erstes sollten Sie mit dem Gast selber sprechen. In einem persönlichen Gespräch lassen sich die meisten Probleme lösen. Besonders dann wenn der Gast selbst den Schaden gemeldet hat und Sie darauf angesprochen hat, ist ein Gespräch wichtig und oftmals Lösung bringend. Ihr Gast fühlt sich verantwortlich und schuldig.

Falls ein Gespräch nichts bringt, können Sie einen Schritt weitergehen und sich an einen Anwalt wenden. Hierbei sollten Sie aber auch wieder die Kosten im Blick haben – Nicht, dass Sie im Endeffekt noch mehr drauf zahlen müssen.

Zusammenfassung

Die Mietkaution ist wohl die effektivste Methode, sich vor Schäden zu schützen und in Sicherheit zu wiegen, mit dem Wissen, dass Sie Schäden, die doch entstehen könnten auch schnell begleichen können. Eine Kaution mag zwar einige Bucher vergraulen aber auf die lange Sicht trägt die Kaution gewiss zur Sicherheit Ihrer Ferienwohnung bei.

Denken Sie daran Ihren Gästen alles rund um die Kaution und die Regeln in Ihrem Haus vor Reiseantritt klar zu erklären und stellen Sie klar, dass die Mietkaution auch direkt zurück erstatten wird, sollte es keine Probleme geben. So sollten Ihre Gäste kein Problem damit haben, dass Sie nach einer Kaution verlangen.

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Mietkaution: Das sollten Sie bei Ihrer FeWo beachten
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